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STIPPVISITE AUF MALLORCA       Das Abenteuer ERZ IB 2016 Part VI 

Schon zu wiederholten mal besuchen Paul, Ara und ich Mallorca. Liebe Freunde erwarten uns hier. Mario, el dueño del Parador Son Jans in Campanet sowie Martina und Gust, die im letzten Jahr Ihren Lebensmittelpunkt nach Mallorca verlegt haben, lassen uns unseren Besuch immer als Stippvisite in unserer fast zweiten Heimat erscheinen.

 

 

Die Fähre aus Valencia lief mehr als pünktlich in Palma ein, was für ein Glück. Wir waren schnell an Land und uns hier zurechtzufinden war nicht ein Bruchstück so schwierig wie in Valencia. Zügig verließen wir Hafen und Stadt direkt in Richtung Strand von Can Picafort, unserem favorisierten Badestrand morgens um sieben beziehungsweise Abends um acht. Dann nämlich, wenn alle Pauschaltouristen in den Hotels beim Essen waren. Auch heute schafften wir das ganz geschmeidig. Aufgrund dessen, dass die Fähre 6:30 Uhr ankam, waren wir pünktlich 07:30 Uhr am Strand. Herrlich diese Ruhe. Nach 2 Stunden war es vorbei mit Einsamkeit an der Playa. Wie die Ameisen kamen die Hotelgäste aus den Anlagen gekrabbelt. Für uns Zeit die Flucht zu ergreifen. 

Wenn wir uns jetzt  einwenig beeilten würden, konnten wir sogar noch Frühstück bei Mario ergattern. Zuhause, in Campanet, angekommen, wurden wir herzlich begrüßt. Dieses Jahr wollten wir nach der letzten erlebnisreichen Woche unseren „Heimaturlaub“ ganz relaxt verbringen. Keine fünfstündigen Wanderungen auf knapp 900m und auch keine Besuche von Freizeitparks & Co. Das alles haben wir im letzten Jahr bei 40 Grad „abgearbeitet“. Wobei, es ist schon ein faszinierender Ausblick, vom Kloster auf dem Puig d’ Alaro auf 821 Höhenmeter. Einwenig schwindelfrei sollte man hier jedoch sein. Die Auffahrt, ein schmaler und steiniger Weg. Ich war heilfroh das letztes Jahr bei dieses Hitze kein Anderer auf die Idee gekommen war, den Weg auf den Berg in Angriff zu nehmen. Denn so richtig vorstellen kann ich mir es ja nicht, wie zwei Autos hier aneinander vorbeifahren können, ohne das eins in den Abgrund rutscht. Darüber hab mir dannauch lieber nicht so viele Gedanken gemacht. 

 Ebenso imposant ist die Aussicht, wenn man, an der Ermita de la Victoria vorbei, auf den naheliegenden Berg der gleichnamige Halbinsel kraxelt. Ungefähr 1 1/2 Stunden muss man für den Aufstieg schon einplanen, aber der Blick über das weite, türkisfarben Meer und Insel, die man von hier aus überblicken kann, entschädigt für alle Qualen der Bergwanderung. Ein „Geheimtip“ sind noch zwei Locations in Magaluf. Der Freizeitpark „Katmandu“  und die „Pirates Adventure“ - DIE Show, die man gesehen haben sollte. Nicht ganz preisgünstig, aber sehenswert allemal. 

Ein Muss beim Besuch auf der Baleareninsel ist auch Sa Calobra, eine Bucht auf der Nordseite der Serra de Tramuntana. Nur ca. 40km von Campanet entfernt, punktet es mit einer Fahrzeit von ungefähr 2 Stunden. Die schmale Straße bahnt sich kurvig den Weg auf den Gipfel und in gleicher Manier zurück ans Meer. Da sollte man viel Zeit mitbringen. Die 2 Stunden Fahrzeit verspricht das Navi, in Realität kann es schon mal ein Stündchen länger dauern. Doch auch hier wird man für die Geduld letztlich belohnt. Eine Kiesbucht mit türkisfarbenen Wasser und die Schlucht des Torrent de Pareis entschädigen die schwindelerregende Abfahrt zur Küste.  

Aber all dies war letztes Jahr. Dieses Jahr sollte es ja ruhig zugehen. Deshalb haben wir am ersten Tag, nach

dem wir uns bei Mario häuslich eingerichtet hatten, einfach mal nix gemacht. Doch so lange hielt der Vorsatz, nichts zu tun, nicht an. Schon am nächsten Tag hielt es uns nicht im Parador. Gegen Mittag brachen wir in Richtung Alcudia auf. Dort ist die alte römische Ansiedlung Pollentia zu finden. Leider haben wir im Urlaub die Zeit einwenig vergessen und standen vor verschlossenen Türen. Es war Sonntag und somit ab Mittag alle Schotten dicht. Doch es sollte uns nicht stören. Wir nahmen dies zum Anlass, um die Altstadt von Alcudia zu besuchen. Ich liebe diese Stadt. Mit diversen maurischen Elementen und einer Vielzahl von alten, geschichtsträchtigen Häusern, ist sie eine der schönsten der Insel. Aber eben auch  eine der touristischsten Regionen von Mallorca.

Zurück in Campanet haben wir beim gemeinsamen, familiären Abendessen unsere derzeitigen Mitbewohner kennengelernt. Carla, aus Kassel sowie Bettina, Karl und Jan aus Magdeburg. Gesucht und gefunden. Wir haben ein paar schöne Tage gemeinsam bei Mario verbracht.

Am nächsten Tag dann endlich konnten wir die Ausgrabungen der alten, römischen Stadt begutachten. 

Bei Temperaturen von 35 Grad ohne Schatten schon eine Herausforderung für uns nicht gerade sonnenverwöhnte Mitteleuropäer. Aber ein überaus interessanter Ort und wir waren froh einen zweiten Versuch gestartet zu haben.

Tag 3 und 4 in Campanet verliefen eher ruhig. Wir machten einen Ausflug an die Cala Formentor. Ein schöner Strand, doch leider ist er kein Geheimtipp mehr.

Eigentlich waren wir dabei auf der Suche nach unserer „Robinson-Bucht“, wie wir eine Badebucht im letzten Jahr getauft hatten. Zwar mit großen Kiessteinen bestückt, aber ein wunderschöner Fleck, um der Phantasie freien Lauf zu lassen. Paul hat es dort sehr gefallen. Abgesehen von den 5 der Spezi Homo Sapiens Sapiens, waren da nur noch Ziegen. Ein traumhafter Ort für eine wie mich, die den Touristentrubel aus dem Weg zu gehen versucht. Doch leider ist die Bucht so versteckt, das ich sie nicht wiedergefunden habe. :-( Ok beim nächstes Mal eben.

Aber ja, es gibt auch noch andere kleine Cala, wie man hier die Buchten nennt. Schwer zugänglich und deshalb wirklich nur von Wenigen besucht. Wie in Betlem zum Beispiel, im Südosten der Insel. Aber all das haben wir uns dieses Jahr geschenkt. Ohne es geplant zu haben, war unsere Reise tatsächlich mehr von Geschichte und Kultur geprägt, als von den schönen Stränden. Wir waren während unserer gesamten Zeit auf der Insel gerade vier Mal für ein zwei Stündchen im Meer baden. Doch das war für alle ok.

Am letztem Tag in Mario’s Parador saßen wir, wie fast schon Gewohnheit, bei einem richtigen Argentinischen Barbacoa - einem BBQ - zusammen. Von argentinischen Würstchen über Sparerips bis hin zum köstlichsten Rinderfilet war alles reichlich vorhanden. Man sollte den ganzen Tag nichts gegessen haben, denn die Argentinier wissen wie ein Grillerchen auszusehen hat. Lecker kann ich nur sagen. Auch unsere deutschen Freunde waren hellauf begeistert und letztlich pappe satt. 

 Am Tag darauf ging es dann weiter in den Süden der Insel nach Felanitx.  Dort haben sich meine lieben Freunde, Günter (Gust) und Martina, ihren neuen Lebensmittelpunkt geschaffen. Ausserhalb der Stadt, auf einer kleinen Anhöhe mit einem atem- beraubenden Blick auf die Cala Murada. Eine traumhafte Aussicht, die mich schon ein wenig neidisch macht. Aber wir sind dankbar, dort sein zu dürfen. Ara und Paul, die beiden Wasserraten, waren vom Pool der Finca gar nicht mehr wegzubekommen.  Nur zwei „kleine“ Ausflüge haben wir uns in den drei verbleibenden Tage auf der Insel noch gegönnt. 

La Seu - Palmas Kathedrale - die war schon lange überfällig. Wir sind früh kurz nach 10 Uhr in Palma angekommen. Später sollte man es gar nicht mehr versuchen.Denn dann sind in der Regel alle Parkplätze weg und falls man noch einen ergattert, steht man ewig an der Kathedrale Schlange. Aber wie gesagt wir hatten Glück. Mit nur sieben Euro ist der Eintritt inklusive Audioguide auch moderat und wirklich jeden Cent wert. Das Gotteshaus ist imposant. Viele Künstler verschiedener Epochen hinterließen hier ihre Spuren. Auch Antonio Gaudí lief uns hier wieder über den Weg.Er war einer der bedeutendsten Architekten, der die Kathedrale im jetzigen Glanz erstrahlen lässt. Riesige Facettenfenster, beeindruckende Portale und

detailverliebte Altäre zeichnen Palmas Wahrzeichen aus. Noch Eines spricht dafür, ein paar Minuten früher aus den Feder zu kriechen,um La Seu zu besuchen. Die 5 Rosetten und 60 Glasfenster der Kathedrale.Durch diese scheint am Morgen die Sonne und taucht den Kircheninnenraum in ein Farbenmeer, wie es mir vorher noch nie begegnet war. Ein Altar gefällt mir persönlich besonders. Nicht von Gaudi sondern von Miguel Barcelo gestaltet. Die Kapelle ist ein nicht so, wie man sie sich vorstellt. Der mallorquinische Künstler hat ein besonders Kunstwerk bei der Neugestaltung der Allerheiligen Kapelle daraus gemacht, modern und einzigartig. Sehenswert allemal, wenn ihr einmal die Insel besucht.

An diesem Tag stattete ich dann meinem geliebtem Klosters Sant Salvador noch einen Besuch ab. Schon im letzten Jahr machte ich mich Weg auf dem Puig de Sant Salvador in der Nähe von Felanitx.

Die Aussieht über die ganze Insel macht den Ort einzigartig. Die Kapelle ist klein und still. Ich habe kurz durchgezählt. Ungefähr 40 Gläubige finden in dem schlichten Gotteshaus Platz. Aber die Atmosphäre ist überwältigend.  An der Seite des Kirchenschiffes befindet sich ein Kästchen, welches aussieht wie moderner Kollektesammler mit der Bitte um 2 Euro. Bei meinem ersten Besuch wollte ich, fasziniert von diesem Ort, einfach meine Dankbarkeit ausdrücken und warf eben diese 2 Euro ein. Doch was dann passierte, war Gänsehautfeeling pur. Gerade hab ich mir überlegt, ihr sollt, wenn Ihr einmal da seid, genau so fasziniert sein wie ich, deshalb verrate ich nicht was passiert, wenn Ihr die zwei Euro einwerft. Seht es euch einfach selbst an, wenn ihr mal da sein solltet. 

Nach einem letzten Faulenzertag am Pool meiner Freunde, mussten wir auch schon wieder unsere sieben Sachen packen. Die Fähre wartete. Wir legten pünktlich mittags 12:30 Uhr ab, in Richtung Barcelona. Erholung auf See nennt man das bei einer Kreuzfahrt. Was uns in Olot, in Spaniens Pyrenäen und auf unserer Heimfahrt noch erwartete, erfahrt ihr im nächsten Teil meines Berichtes. Schon soviel, es bleibt spannend und interessant.

 

Bis dahin …Eure Yvonne

 

 

 

 

 

 

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